Tag Archives: Tradition

Dä Nudln aus Riesä

Riesa
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Dä Nudln aus Riesä

Ob auf Industrie, Natur oder Tradition, die Sachsen sind zu Recht ein stolzes und heimatverbundenes Volk. Stets wollen sie wissen, woher ein kulinarisches Industrie-Produkt stammt, wie es hergestellt wird und was in ihm steckt. Ein Produkt haben die Sachsen ganz besonders ins Herz geschlossen: Nudeln in allen ihren leckeren Varianten.

Spaghetti, Penne und Farfalle

Wenn die Sachsen Nudeln auftischen, dann wollen sie auch Abwechslung servieren. Doch seien wir mal ehrlich, wer macht sich heute noch die Mühe, der italienischen Tradition des Selbermachens zu folgen. Glücklicherweise springt uns die Nudel-Industrie zur Seite und produziert alle Sorten, die sich die Sachsen nur wünschen.

Doch Tradition allein kann auch auf Dauer langweilig werden und Hersteller müssen sich den ständig ändernden Wünschen anpassen. Wo die Sachsen heute auf Eier- oder Dinkelnudeln schwören, fordern sie von der Industrie morgen schon Bio-Pasta, Vollkorn-Nudeln und glutenfreie Produkte.

Pasta-Tradition mitten aus Riesa

Wie ein Industrie-Unternehmen in Riesa das Nudelholz schwingt, das dürfen sich neugierige Besucher gerne mit eigenen Augen ansehen. Nach alter Tradition stellt Riesa Nudeln in seiner gläsernen Produktion alles her, was sich die Sachsen aus Weizen, Eiern, Dinkel oder Hartweizen nur wünschen.

Transparenz hat bei Riesa Nudeln eine lange Tradition. Bereits seit 2003 dürfen die Sachsen hautnah miterleben, wie viel Ideenreichtum das Industrie-Unternehmen in die Herstellung und Verpackung unserer aller Lieblingsspeise gesteckt hat. Doch Vorsicht, all die leckeren Nudeln wecken den Hunger auf mehr. Ein ordentliches Frühstück vor dem Besuch ist ratsam.

Heimatnah und frei von Gentechnik

Beim Besuch der gläsernen Produktion erfahren Sie, dass Industrie und Tradition hier Hand in Hand gehen. Das Unternehmen kombiniert seine Liebe zum Produkt mit sächsischer Heimatverbundenheit. Es geht den Betreibern um Regionalität bei den Zutaten und die Minimierung der Transportwege. Natürlich schmecken die Nudeln dann besser, wenn das Getreide dafür auf gutem sächsischen Ackerboden wächst.

Traditionell sind die Riesaer Nudeln frei von Gentechnik, sowohl bei den Zutaten, wie auch bei den Futtermitteln. Mit einer Tradition bricht das Unternehmen jedoch seit 2014. Den Strom für die Produktion liefert seitdem eine eigene Fotovoltaikanlage auf dem Fabrikdach. Da können wir der heimischen Nudeln-Industrie nur sonnige Zeiten wünschen.

Besuchen Sie die gläserne Nudelproduktion bei Riesa Nudeln und zeigen Sie Ihren Kindern, dass Spaghetti nicht an Bäumen wachsen. Vielleicht lernen Sie von den Profis sogar, wer die Löcher in die Makkaroni bohrt.

Ihr Dirk Eckart

Dä Handwärscher in Sachs´n

Handwerker
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Sachsen: Das Land der Handwerker

Der Blick auf die Zahlen zeigt es eindrucksvoll: In Sachsen hat das Handwerk goldenen Boden. Im klassischen Elektro- und Metallgewerbe, im Baugewerbe, beim Gerüstbau, im Holzgewerbe, im Textilhandwerk und in vielen weiteren Bereichen des Handwerks liegt das Bundesland Sachsen im bundesweiten Vergleich ganz vorne. Das ist keine neue Entwicklung. Handwerk hat in Sachsen eine große Tradition. Sachsen ist eben das Land der Handwerker.

Handwerk mit Tradition!

Schon im Mittelalter wurde das Land geprägt von den Handwerkern, die sich hier niederließen. Herrscher und Könige erkannten bald den wirtschaftlichen Wert des Handwerks. Sie förderten Entwicklung und Ausbildung. Noch heute ist beispielsweise die Porzellanmanufaktur Meißen ein eindrucksvolles Zeichen dieser Wirtschaftsförderung, die Handwerkskunst und Wissenschaft miteinander verband.

Nicht immer aber waren es die Könige und Herrscher, die eine Entwicklung vorantreiben. Die weltberühmte Schnitzkunst aus dem Erzgebirge beispielsweise wurde ursprünglichen von Bergleuten entwickelt. Nach der Arbeit unter Tage fanden viele Männer ihre Entspannung und ihre Erholung im Schnitzen von Nussknacker und Krippenfiguren. Viele Schnitzer trieben ihre Kunst zu Perfektion. Sie gaben Wissen und Erfahrung an die nächsten Generationen weiter. Ein neuer Handwerksbereich mit Tradition war entstanden.

Dass die Sachsen zudem große Baumeister hervorgebracht haben, kann schließlich jeder erleben, der durch Dresden schlendert. Die Pläne für die prachtvollen Gebäude vom Zwinger bis zur Frauenkirche zu zeichnen ist das eine. Ebenso braucht es viele Handwerker, die die Pläne umsetzen und ausführen können. Und natürlich benötigt man einen soliden Gerüstbau – nicht nur für die Baustellen in Elbflorenz. So sieht auch der Gerüstbau auf eine lange Tradition zurück.

Tradition im Handwerk besteht bis heute fort!

Diese Tradition im Baugewerbe, beim Gerüstbau und in der Handwerkskunst lebt bis heute fort. Das zeigt sich sehr eindrucksvoll in den Statistiken: Insgesamt gibt es in Sachsen fast 60.000 Handwerksbetriebe. Das macht unterm Strich mehr als 14 Betriebe pro 1000 Einwohner. Zum Vergleich: In ganz Deutschland kommen nur 11,8 Handwerksbetriebe auf 1000 Einwohner. Schaut man auf Ostdeutschland, wird die Tradition des Handwerks ebenfalls sehr deutlich. Denn ein Drittel aller Handwerksbetriebe in Ostdeutschland befinden sich in Sachsen.

Gesundes Handwerk braucht Nachwuchs!

Im Gerüstbau, im Holzgewerbe und vielen anderen handwerklichen Bereichen wird heute kaum ein Thema so stark diskutiert, wie die Frage nach dem Nachwuchs. Das ist nicht allein eine Frage des wirtschaftlichen Fortbestehens vieler Firmen. Es geht auch um Tradition und Wissen. Wer soll in ein paar Jahren die Gerüste bauen, wenn es keine Lehrlinge im Gerüstbau mehr gibt? Doch zumindest in Sachsen besteht Hoffnung. Viele Betriebe im Handwerk bilden aus. Damit bekommen nicht nur junge Menschen eine Perspektive. Zugleich kann auf diese Weise die lange Tradition im Land der Handwerker fortgesetzt werden. Handwerk und Sachsen bleiben auch in Zukunft aufs engste miteinander verbunden!

Dirk Eckart

Dä Hochschulä Mittwedä

Ausbildung
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Die Hochschule Mittweida - Ausbildung am Puls der Zeit

Bereits um 1900 waren Maschinenbau und Elektrotechnik in Sachsen fest mit einer Ausbildungsstätte verbunden – der Hochschule Mittweida (HSMW). Auch 100 Jahre später beweist die Auszeichnung zur “Hochschule des Jahres 2000”, dass die Tradition einer technischen Ausbildung in Sachsen so lebendig ist, wie eh und je.

Seiner Zeit voraus

1867 als Technikum Mittweida gegründet, erwarb sich die Ingenieurhochschule schnell einen guten Ruf im Bereich Maschinenbau- und Elektrotechnik. Die Entscheidung, sich bereits in den 1960er Jahren auf die Fachrichtungen Elektroniktechnologie, Informationstechnik und Gerätetechnik zu spezialisieren, kostete sicherlich viel Mut. Heute ist klar, dass dieser Mut gerechtfertigt war, denn eine fundierte Ausbildung in IT und Elektrotechnik ist weltweit gefragt.

Mit der Förderung der Vereinbarkeit von Studium und Familie hat die HSMW 2009 das Zertifikat “Familiengerechte Hochschule” erlangt. Erneut bewies sie damit, dass der Mut zum Festhalten an der Tradition mit Weitsicht gut vereinbar ist. 

Alumni mit großen Namen

Tradition, Auszeichnungen und der Ruf bilden jedoch nur den subjektiven Erfolg einer Hochschule ab. Um die objektive Qualität zu beurteilen, gilt es, einen Blick auf die Liste der Absolventen zu werfen. An der Anzahl erfolgreicher Alumni zeigt sich, wie effektiv Forschung und Lehre in Sachsen sind. Sicherlich haben Sie von dem einen oder anderen ehemaligen Student der HSMW oder deren Errungenschaften schon gehört:

  • August Arnold, Entwickler der ersten Spiegelreflex-Filmkamera
  • Hans Bahlsen, Gründer des gleichnamigen Keks-Imperiums
  • Walter Bruch, Erfinder des PAL-Farbfernseh-Systems
  • August Horch, Gründer der Automobilunternehmen Audi und Horch
  • Friedrich Opel, Miteigentümer und Chefkonstrukteur von Opel
  • Ernst Sachs, Erfinder des ersten elektrischen Lötkolbens
  • Joseph Vollmer, Konstrukteur des ersten deutschen Panzers A7V

Sie und unzählige weitere Ingenieure, Forscher, Architekten, Erfinder, Unternehmer, Künstler und Politiker sind der Beweis, wie hochwertig die Ausbildung an der HSMW ist.

150 Jahre Ingenieurausbildung mit Tradition

Die Hochschule Mittweida ist seit mehr als einem Jahrhundert ein zentraler Motor für den sächsischen Wirtschaftsstandort. Sie bietet jungen und klugen Köpfen das, was sie in modernen und zukunftsträchtigen Arbeitsfeldern benötigen. Mit Mut und Engagement steht ihnen dann jede Karriere offen. Ein Bonus, den wenige andere Hochschulen bieten, bekommen Absolventen in Mittweida kostenlos obendrein: ein Studium in Sachsen, Deutschlands schönstem Bundesland.