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Dor Oybin mit sei´m Glostor

Wandern in der Lausitz
Walter Stuber
Ausflugsziele

Wandern in der Lausitz - wo der Oybin über Sachsen wacht 

Der Drang nach draußen zum Wandern und Erkunden der Natur war nie größer. Lange genug haben wir uns in stickigen Räumen verschanzt. Wenn in Sachsen der farbenfrohe Herbst einzieht und die aufgehende Sonne die charakteristischen Umgebindehäuser der Lausitz anleuchtet, dann heißt es Wanderschuhe anziehen und raus in die Natur. 

Wanderlust im Smartphone-Format 

Auch der Boom der Outdoor-Apps hat längst den Wandersport erreicht. Wer behauptet denn, dass das Wandern im 21. Jahrhundert auf Stock und Karte beschränkt bleiben muss. Wander-Apps wie Komoot und Outdooractive sind zu Recht beliebt. Eins muss der digitale Wandervogel jedoch beachten: regelmäßig den Blick vom Display zu lösen und die eindrucksvollen An- und Ausblicke zu genießen, welche die Lausitz uns bietet. 

Also Wanderschuhe ausgepackt und mit der ganzen Familie zum Oybin gewandert, dem Sandsteinmassiv im äußersten Südosten von Sachsen. Hier warten neben einer grandiosen Natur mit frischer gesunder Bergluft die interessanten Bauwerke des Naturparks Zittauer Gebirge. Unsere Vorfahren ließen hier in der Lausitz die Burg und das Kloster auf dem Oybin, die einzigartigen Umgebindehäuser, die Teufelsmühle sowie die barocke Bergkirche am Aufgang zum Berg Oybin zurück. 

Umbegindehäuser - die verkannten Wahrzeichen der Lausitz 

Halten Sie die Augen auf, wenn Sie im südlichen Sachsen wandern. Hier stehen noch vereinzelt die eindrucksvollen Umgebindehäuser. Mit ihren kunstvoll verzierten Türstöcken, meist aus Granit oder lokal vorhandenem Sandstein, zeugen sie vom einstigen Wohlstand der Besitzer. Sie gelten als besonderer Haustyp, da Umgebindehäuser eine Mischung aus Blockhaus, Fachwerkhaus und Massivhaus darstellen. 

Zu erkennen sind Umgebindehäuser an den deutlich hervortretenden Umgebindebögen, auf denen die gesamte Last des Daches oder des oberen Stockwerks lastet. Was einst das Symbol für herausragende Handwerkskunst in der südlichen Lausitz und dem angrenzenden schlesischen und nordböhmischem Gebiet darstellte, drohen langsam zu verschwinden. Der Sächsische Verein für Volksbauweise e. V. setzt sich für die fachkundige Sanierung der Umgebindehäuser ein. 

Wandern zur Burg und zum Kloster Oybin 

Den Höhepunkt einer jeden Wanderung im Zittauer Gebirges stellt sicherlich der 514 Meter hohe Oybin dar. Er ist zwar etwas kleiner als der neben ihm gelegene Hochwald-Vulkan mit 749 Metern, dafür ragen auf ihm die Reste der Burg und des Klosters Oybin empor. Weit sichtbar wachte die Burg von Kaiser Karl IV. über zwei wichtige Handelswege durch Sachsen. Heute schauen die Ruinen den Sachsen beim Wandern zu. 

Wer mehr über das beliebte Motiv von berühmten Malern wie Caspar David Friedrich oder Carl Gustav Carus und dessen Geschichte erfahren möchte, kann dies direkt im Museum auf dem Gipfel des Oybin tun. Als interessante Unterbrechung vom Wandern lädt es Jung wie Alt zum Erkunden des einmaligen Ensembles von Natur und Architektur ein. Schauen Sie selbst und lassen Sie sich von einem der schönsten Orte der Oberlausitz inspirieren. 

Ihr Dirk Eckart  

Dä Lausitz ist ni nur Gohle

Lausitz
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Die Lausitz – Vom Kohlerevier zum Natur- und Freizeitparadies

Die Lausitz – Beispiel einer gelungenen Renaturierung – lädt zum Erkunden ein. Vielen Sachsen sehen das Grenzgebiet mit Brandenburg noch als Synonym für die Energieversorgung durch Braunkohleabbau. Doch der Wandel schreitet voran. Heute sind es die grünen Berge, romantischen Flusslandschaften und neu geschaffenen Seen, die neben einem üppigen Kulturangebot und kulinarischen Köstlichkeiten Besuchern Erholung versprechen.

Natur und Freizeit

Zwischen Spreewald und Dresden entsteht zurzeit eine spektakuläre Wasserwelt. Die ehemaligen Braunkohleabbaugebiete transformieren zu ausgedehnten Seen, verbunden durch schiffbare Kanäle. Sie laden dazu ein, in der neu geschaffenen Natur Spaß und Erholung zu finden. Erkunden Sie 23 Seen mit dem Segel-, Ruder- oder Paddelboot. Geben Sie sich dem Rausch der Geschwindigkeit auf einem Jetski hin. Oder nutzen Sie die Fern- und Themen-Radwege für einen Familienausflug.

Erholung verspricht auch ein Besuch der Lausitzer Berge. Die hügelige Mittelgebirgslandschaft des Zittauer Gebirges eignet sich hervorragend zum Wandern, Klettern, Skifahren und Mountainbiking. Neben der Sächsischen Schweiz ist es das bedeutendste Klettergebiet in Sachsen, dessen Berge Besucher von nah und fern anziehen.

Kultur und Geschichte

Ein Besuch der Lausitz gibt auch Gelegenheit, über die reichhaltige Geschichte dieser Gegend zu reflektieren. Wer die Seen und Berge für einen Tag hinter sich lässt, darf in der Oberlausitz die wunderbar restaurierten, historischen Innenstädte des Sechs-Städte-Bunds erkunden. Die Geschichte hat hier ein Gebiet geprägt, das in über 1.000 Jahren Zentrum für viele Industrie- und Wirtschaftszweige war.

Industrie zum Anfassen erlebt, wer auf den “liegenden Eiffelturm” steigt. Diese ehemalige Förderbrücke für den Braunkohletagebau zählt als die größte bewegliche technische Arbeitsmaschine der Welt und darf hier in Sachsen von Besuchern begangen werden.

Kulinarische Spezialitäten

Sachsen ist für seine hervorragende und bodenständige Küche bekannt. Ob Nieder- oder Oberlausitz, die lokalen Köstlichkeiten bieten jeder Zunge etwas. Vom beliebten Leinöl mit Kartoffeln und Quark oder leckeren Buchweizenplinsen bis zu Kamenzer Würstchen und schlesischen Mohnpielen aus Görlitz haben Leibgerichte hier eine lange Tradition.

Gleiches gilt für den Schluck zur Erholung nach dem Essen. Den Senftenberger Eierlikör sollte niemand an sich vorübergehen lassen. Daneben steht eine breite Auswahl an Gebranntem aus heimischen Früchten zur Verfügung, auf welche die Lausitzer zurecht stolz sind. Kommen Sie in die Lausitz und überzeugen Sie sich selbst.